Hier dann ein kleiner Bericht zum Umtausch eines iPhones.
Man sollte ja denken, dass das nicht so schwer sein kann, aber so kann man sich taeuschen. Die Menschen im T-Punkt sehen das ganz anders als man selber.
Aber erstmal der Grund, warum ich mein iPhone umtauschen wollte: Langsam aber sicher war dann der Akku meines iPhones am Aufgeben und nebenbei hatte ich interessanterweise Dreck unter dem Display, was eigentlich mehr oder weniger unmoeglich ist, da man das iPhone ja bekanntlich nicht ohne Spezialwerkzeug aufbekommt.
Also ich zum T-Punkt gegangen. Dabei hatte ich beim ersten Versuch nur mein iPhone. Ja, es war naiv zu denken, dass das reichen kann nur mit dem betreffenden dort aufzutauchen. Mir wurde gesagt, dass ich mit der Rechnung wiederkommen soll und dass das dann kein Problem ist. Ich war erstaunt, wie einfach das gehen sollte. Zugegeben, ich hatte mehr Widerstand erwartet, aber anscheinend sah die freundliche T-Punkt Mitarbeiterin das Problem doch als genau so gravierend an wie ich.
Also am naechsten Tag wieder zum T-Punkt. Etwas spaet dran, denn es war ca 18.55 als ich im T-Punkt ankam und um 19 Uhr sollte dieser schliessen. Wie jedes mal eine ewige Schlange vor mir. Daran aber mittlerweile, aus meiner Prepaid-Zeit bei T-Mobile, schon gewoehnt. Irgendwann nach gefuehlten Stunden hatte ich dann eine Audienz bei einem Kundenberater, der mir allerdings sofort versicherte, dass das so nicht ginge. Ich hatte dabei: Das iPhone und ein Blatt Papier von T-Mobile, auf dem dick und fett Rechnung stand. Der aeusserst unhoefliche Mitarbeiter erklaerte mir nun aber, dass ich den Vertrag braeuchte. Zu meinem Einwand, dass man ja Geraete in Deutschland doch in der Regel der Rechnung umtauscht, hatte er nur zu sagen, dass ich den Vertrag braeuchte. Ich hatte das leichte Gefuehl, der gute Mann sei ein Tonband, denn das einzige, was er mir mitteilte, war, dass ich den Vertrag braeuchte. Dies tat er in einer Intensitaet, die vermuten liess, er hielt mich fuer schwer von Begriff. Er war auch nicht davon abzubringen, sich weiterhin zu wiederholen, nachdem ich ihm hoeflich mitgeteilt hatte, dass ich nicht bescheuert sei und er sich nicht wiederholen muessen, da ich es verstanden habe. Er hatte es mittlerweile auch geschafft, mich dann doch etwas aufzuregen. Als ich dann veraergert den Rueckzug antreten wollte, um am naechsten Tag wiederzukommen, kam ich genau bis zur Tuer, an der ich dann scheiterte, da diese aufgrund der Oeffnungszeiten mittlerweile geschlossen war. Sekunden spaeter kam die zweite Mitarbeiterin des Abends an, die mich beim Tueroeffnen fragte, was denn mein Problem waer. Sie hatte offensichtlich mitbekommen, dass ich leicht genervt und veraergert war, was vermutlich auch nicht allzu schwer war, da ich mich lautstark ueber den T-Mobile “Kundenservice” geaeussert hatte. Ich ihr also noch mal erzaehlt, was los war. Daraufhin entschuldigte sie sich, fuer ihren Mitarbeiter und meinte, sie waere morgen ab 12 Uhr da und ich sollte doch dann zu ihr kommen, sie wuerde das dann regeln.
Also heute wieder hin. Wieder eine Ewigkeit warten. Dann eine Beraterin. Ich erklaerte ihr dann zum dritten mal mein Problem. Auch sie sah es als erwiesen an, dass man mein iPhone einschicken kann. Sehr interessant fand ich, dass sie den Dreck unterm Display als Pixelfehler ansah, was er defintiv nicht ist, aber gut, das lasse ich mal nicht mein Bier sein. Nachdem sie stundenlang mit zwei Fingern auf ihre Tastatur eingehackt hatte, kam die Frage, ob ich denn die benoetigten Unterlagen dabei haette. Hatte ich natuerlich, denn diesmal hatte ich alles, was mit T-Mobile je im Zusammenhang mit diesem Vertrag zugeschickt hat, dabei. Sie griff dann zielstrebig nach der Rechnung, die ich natuerlich am vorigen Tag auch schon dabei hatte, und kopierte sie. Daraufhin konnte ich mir die Frage nicht verkneifen, ob sie nur dieses eine Blatt, die Rechnung brauche. Es war so. Ich erzaehlte dann, dass ich genau mit diesem Blatt am Vortag wieder nach Hause geschickt wurde. Sie erklaerte mir dann, dass das falsch gewesen sei, aber zu einem Wort der Entschuldigung konnte sie sich nicht abringen. Ich musste sie mehr oder weniger anflehen, dass sie doch bitte ihrem Kollegen mitteilt, dass das auch nur mit der Rechnung, wie sonst ueberall auch, abgewickelt werden kann.
Man koennte sich denken, dass das das Ende der Story ist, aber nein natuerlich nicht. Nachdem sie dann stundenlang mit zwei Fingern auf ihre Tastatur eingehackt hatte, verschwand sie dann nach hinten, um mein Geraet wegzubringen. Danach wollte sich micht entlassen, aber ich war noch nicht fertig. Da ich nur ein sehr altes Samsung als Ersatz habe, wollte ich ein Ersatzgeraet haben, was T-Mobile wohl auch rausgibt, wie ich gehoert habe. Sie verschwand wieder, um nach einem zu schauen, fand aber logischerweise keins. Ich haette aber die Moeglichkeit, gerne jeden Tag vorbeizukommen und nach einem zu Fragen. Auf meinen Vorschlag, mich doch einfach anzurufen, wenn wieder eines Verfuegbar ist, ging sie natuerlich nicht ein. Sie erklaerte mir, dass ja sie dann nachschauen muessten, ob es wieder eines gibt und dann, als waere das nicht genug, mich auch noch anrufen muessten. Das ganze klang so, als waere das servicetechnisch absolut zu viel verlangt.
Nun bin ich ein wenig frustiert vom “Kundenservice” bei T-Mobile wieder zu Hause, habe kein iPhone und als Telefon zur Zeit nur eine Steinzeit-Samsung-Kruecke und habe als Hoffnung nur den 29., denn da soll angeblich mein neue iPhone 3G bei ankommen. Ich persoenlich glaube an diese doch eher optimistische Datum noch nicht, aber ich werde berichten.
Bis bald Oli