Day 35 – DoS Attacke für Anfänger oder auch spontan mal unterwegs
ja, mal wieder einen tag im verzug, aber so ist das, wenn sich die abendplanung von auf der couchsitzen plötzlich in doch was ganz anderes ändert, aber fangen wir von vorne an. erstmal arbeiten, war selten spannend wie immer, aber dann! es kam! pünktlich zu beginn der amerika schicht das bekannte spielchen, die telefone wurden mehr und mehr unresponsive und man konnte sehen, wie das system anfing zu wanken, dauerte auch nicht lange und es hieß, bitte ausloggen, die monitorfunktion der supervisor geht nicht mehr, wir müssen eben den telefonserver neustarten, dauerte dann mal eben eine viertel stunde und da die technik mannschaft da ja selten schlau ist, hieß es dann in den gesamten raum, bitte einloggen und weitermachen, der erfolg davon lässt sich erahnen, es versuchen knapp 60 leute exakt zeitgleich sich auf einem doch deutlich untermotorisierten server einzuloggen, das ging grad noch gut, dauerte zwar ewig, aber ging, was dann aber definitiv nicht mehr ging war der gleichzeitige versuch zu telefonieren, das wird da auch über das internet und einen server geregelt und den zwang es dann doch in die knie bei 60 leuten, sehr amüsant, weil die technikabteilung voll am rumwuseln war und das management total am rumstressen, weil jede minute, die ich nicht arbeite, aber bezahlt werde verlust bedeutet, also ne telefonserver neugestartet, das dauert alleine 20 minuten, dann dachten sich die techheinis sind sie ganz schlau, sagen diesmal nur der amerikaschicht, dass sie wieder anfangen soll, was sie aber nicht bedacht hatten war, dass die euroschicht grade aus der pause zurückkam und sich nichts ahnen auch eingeloggt hat und angefangen hat zu telefonieren mit dem ergebnis, dass wir den server ein zweites mal in die knie gezwungen haben, einfach herrlich, ich war am lachen und die technik und das management kurz vom ausrasten, aber ziemlich machtlos, denn wie schnell das ding wieder startet ist irgendwie nicht so ganz zu beeinflussen, als das teil dann am starten war und es später und später wurde hieß es dann nach einer weile, das euroteam soll nach hause gehen, lohnt sich nicht mehr noch weiterzumachen, gesagt getan und einfach mal knapp 2 bezahlte stunden rumsitzen mitgenommen, ich hab mich kringelig gelacht innerlich. was also lernen wir daraus? für eine simple dos attacke (Denial of Service) nehme man: einen untermotorisierten server, ein unfähiges technik team, 60 interviewer und die idee alle zum gleichen zeitpunkt anfangen zu lassen
soviel zur arbeit, der weitere tag dachte ich dann würde aus gemütlich im hostel gammeln, essen und ins bett gehen bestehen, aber man kann sich täuschen, ich sitz also im hostel gemütlich am gammeln, hatte gerade gegessen und war eigentlich kurz davor diesen artikel zu schreiben, da klingelt mein telefon, ich geh ran und peile erstmal überhaupt nicht wer da dran ist, irgendwann hatte ich dann kapiert, dass das stefan aus dem bavarian beer house ist, der anfragte, ob man nicht ein bier trinken gehen wollte, ich natürlich nicht nein gesagt und mich eine halbe stunde später mit ihm monument station getroffen und da in der nähe in einen sehr britisch aussehenden pub gegangen, war von vornerein sehr spaßig, aber wurde noch spaßiger als er meinte, ich soll schon mal ein bier für ihn bestellen, ich also an die bar und da zum barkeeper, einem schotten mit sehr geilem akkzent gemeint, ich hätte gerne zwei beer, aber ich weiß nicht, welche, darauf hin, der kein problem, warten wir auf deien kumpel und machen mal ne runde bierverkostung, also als stefan da war, von jedem bier einen kleinen schluck getestet und dann schließlich für irgendein londoner bier entschieden, dessen namen ich mir natürlich nicht gemerkt habe schlau wie ich bin, aber war glaub ich das teuerste, was es gab, aber war lecker, dann eine runde rumgesessen und mit gequatscht und dann relativ schnell auch wieder nach hause, weil ja arbeit am nächsten rag ruft, irgendwann dann gegen 12 mein bett gefunden, bis gleich!